Duc's Blog

Eishockey ist in vielerlei Hinsicht eine attraktive Sportart. Nicht nur das Geschehen auf dem Eis, sondern auch das Umfeld, die Berichterstattung der Medien, die Fans, die Stimmung in den Stadien und die Problematik der Sicherheit rund um die Spiele sorgen für jede Menge Gesprächsstoff.

Ich schreibe in meinem Blog vorwiegend über den Schlittschuh Club Bern.

Daneben greife ich gerne auch Themen wie Verbandspolitik und das Schiedsrichter- und Verbandsgerichtswesen auf. Ebenfalls am Herzen liegen mir gesellschaftspolitische Aspekte, welche sich bei der Sicherheitsproblematik in und um die Stadien in zuweilen wenig erfreulicher Art und Weise manifestieren.

Mittwoch, 14. April 2010

Erste Niederlage in den Playoffs im Finalspiel Nummer 2 in Genf


Jetzt stehen wir also wieder am Anfang einer neuen Serie.

Best of Five mit Heimvorteil, nennt sich die neue Formel. Das Spielchen beginnt also wieder auf Feld 1. Und das erste Heimspiel einer Serie über fünf Spiele ist noch viel wichtiger, als in einer Best of Seven Serie. Das Spiel am Donnerstag darf ohne Übertreibung als absolute Schlüsselpartie bezeichnet werden.

Der Druck, das erste Heimspiel unbedingt gewinnen zu müssen ist somit wieder auf unserer Seite. In den vergangenen zwei «Testspielchen» hatte man die Möglichkeit, die Stärken des Gegners auszuloten. Jetzt gilt es, die nötigen Rückschlüsse zu ziehen und das eigene Spiel zu perfektionieren.

Genf ist der erwartet starke Gegner. Physisch dominant, ausgeglichen und mit viel Moral und Leidenschaft bei der Sache. Spielerisch etwas weniger talentiert als der SCB, dafür körperlich robuster. Gesamthaft gesehen absolut auf Augenhöhe des SCB.

Wir haben gesehen, dass es im Gegensatz zu den Spielen gegen Lugano und Kloten nicht ausreicht, nur phasenweise kompakt, fehlerfrei und geduldig zu agieren. Gegen Genf braucht es, wie in einem Finalspiel üblich, eine perfekte Leistung über sechzig Minuten, um zu reüssieren.

Hoffentlich lässt sich der SCB von den Provokationen des Gegners nicht von seinem Spiel abbringen. Das wäre verheerend, ist doch das genau der Zweck solcher Spielereien.

Finalspiele werden gewöhnlich von der Mannschaft gewonnen, welche dem Gegner weniger einfache Tore zugesteht. Defense First, jederzeit aktiv, Konzentration und Herzblut über die ganze Spielzeit und Geduld, Geduld, Geduld. Einstecken und Dreck fressen ohne die Beherrschung zu verlieren ist angesagt. Gleichzeitig gilt es, jeden Check fertig zu machen und selber zu probieren, den Gegner zu reizen und aus der Konzentration zu bringen.

Wir brauchen morgen wieder eine erstklassige Stimmung im Stadion, damit wir dem SCB helfen, den eminent wichtigen Heimsieg einzufahren.

Sonntag, 11. April 2010

Sieg im ersten Finalspiel



Eine nervenaufreibende, spannende, emotionale und hochstehende Auftaktpartie habe ich uns allen gewünscht und wir haben sie erhalten.

Mein Gott, waren diese Genfer stark. Die haben uns nichts, aber auch gar nichts geschenkt, in diesem ersten Finalspiel. Nachdem es den Servettiens im letzten Drittel gar gelang, die Partie zu ihren Gunsten zu wenden, musste man mit dem Schlimmsten rechnen. Zumindest wenn man nicht berücksichtigte, dass der SCB bereits die ganze Saison die wunderbare Eigenschaft pflegte, Rückstände im letzten Drittel in Siege umzuwandeln.

Der SCB spielte eine nahezu fehlerfreie Partie. Wie erwartet ging es in erster Linie darum, ohne Fehler und mit viel Geduld zu spielen. Das ist gelungen. Sogar die Szene mit dem vermeintlichen Führungstor durch Tristan Scherwey, das nicht zählte, weil der Holzpflock mit dem gestreiften Shirt das Spiel zu früh unterbrochen hatte, wurde mit stoischer Ruhe geschluckt.

Es ist dem SCB gestern zwar nicht gelungen, dem Gegner sein Spiel aufzuzwingen, dazu waren die Genfer einfach zu stark. Aber es gelang, den Gegner weitgehend im Schach zu halten, keine Fehler zu machen, das Glück mit Kampf und Leidenschaft zu erzwingen und den wichtigen ersten Sieg einzufahren. Wichtig in erster Linie deshalb, weil man gestern unter beträchtlichem Druck stand.

Gelingt es dem SCB, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen, wird es gut kommen. Genf hat eine grandiose Partie gespielt und trotzdem verloren. Das wird ihnen bestimmt zu denken geben. Zumal ich nicht glaube, dass Genève-Servette die gestrige Leistung beliebig wird wiederholen können.

Dem SCB aber mute ich aber sogar zu, dass er in den nächsten Spielen noch wird zulegen können. Das zweite Drittel gestern war nämlich noch nicht das Gelbe vom Ei. Man hätte durchaus noch etwas intensiver spielen können. Es ist jetzt aber an den Genfern, am Dienstag ein Brikett nachzulegen, ohne die Geduld und die Disziplin zu verlieren. Die Genfer werden das Spiel gewinnen MÜSSEN, um nicht bereits vorentscheidend in Rücklage zu gelangen. Entsprechend gross wird der Druck sein, der auf dem Team von Chris Mc Sorley lasten wird. Es wird spannend sein zu sehen, wie sie damit umgehen werden.

Der SCB hat gestern bewiesen, dass selbst unter grossem Druck ein Rückstand im letzten Drittel aufgeholt werden kann. Eine eindrückliche Duftmarke, würde ich meinen.

Grosse Klasse war die wunderbare Choreo, die mithalf, unser Stadion in einen finalwürdigen Hexenkessel zu verwandeln.

Sonntag, 4. April 2010

Der EHC Biel, die «Arschgeige» der Liga



Das Finale um die «Arschgeige der Liga» hat ergeben, dass diese unrühmliche Auszeichnung an den Club aus der grauen Stadt am Ausguss der Mittelland- Tümpel geht.

Biel war besser

Biel war viel besser als die Provinzler aus Ambri und die «Bauerntölpel aus LangNull» und würde daher eigentlich in die Playoffs gehören. Diese hat man nur wegen der «Ligamafia», bestehend aus «SCB- Grossschwätzer Marc Lüthi», Peter Zahner und dem unfähigen Möchtegern- Schiri Kurmann verpasst. Stünden die Bieler in den Playoffs, der SCB wäre längst in den Ferien. Die hätte man nämlich locker weggeputzt.

Langnau hat, wie zuvor auch Ambri, nur dank der Schiris gewonnen und die «Ligamafia» wird jetzt dafür sorgen, dass Lausanne aufsteigt und danach die Liga geschlossen wird. Die ganze Verbandspolitik ist darauf ausgelegt, die Bieler zu benachteiligen. Niemand mag sie, die Ärmsten.

Ehrliche Arbeit unter widrigsten Umständen

Trotz all den ach so unfairen Bevorzugungen durch die Liga gilt es zu respektieren, dass es die Tigers geschafft haben, unter widrigsten Umständen als Team intakt zu bleiben. Selbst der Abgang der entnervten Oliver Setzinger und Michel Zeiter, oder die Freistellung Christian Webers aus «vertragstechnischen Gründen» und mitten in der Saison, konnten das Team nicht vom Weg abbringen. Die Tigers haben gespielt was sie konnten und der Ligaerhalt ist der verdiente Lohn für die harte und ehrliche Arbeit der Mannschaft, des Staffs und der ganzen Region. Ich möchte es an dieser Stelle nicht unterlassen, der Organisation der SCL Tigers und seinen treuen Fans herzlich zum Ligaerhalt zu gratulieren.

Reagiert statt agiert

Biel ist an der eigenen Arroganz gescheitert. Statt die Niederlage gegen Ambri zu akzeptieren und sich auf das eigene Spiel zu fokussieren, begann man, angeführt von «Meistercoach» Kent Ruhnke mit den Schiedsrichtern und der «Ligamafia» zu hadern. Bestes Beispiel war die Aktion Sebastian Bordeleaus im fünften Spiel. Nachdem er einen Gegenspieler mit einem Stockschlag aus dem Spiel nehmen wollte, markierte er nach der fälligen Watsche im Stile eines French Frogs den sterbenden Schwan und ermöglichte den Tigers damit den entscheidenden Treffer zum Ligaerhalt. Man hat in dieser Situation reagiert, statt agiert und damit alles verloren.

Allez Lausanne

Jetzt kommt es also erneut zum Ligaqualifikations- Knaller Biel gegen Lausanne. Die Lausanner, welche sich mehr schlecht als recht durch die Saison mauserten und die erste Playoff Runde nur mit Glück überstanden, scheinen gerade rechtzeitig in Form zu kommen, um einen A Club in Bedrängnis bringen zu können. Trotzdem konnte man erkennen, dass die Schere zwischen der besten B Mannschaft und der Arschgeige aus dem A auch dieses Jahr so gross sein dürfte, dass ein Abstieg der Bieler zumindest als unwahrscheinlich angeschaut werden muss. Die Bieler haben wohl noch rechtzeitig die Notbremse gezogen und den zuletzt genervt und ratlos wirkenden Ruhnke in die Wüste geschickt. Der als hervorragender Motivator geltende Kevin Schläpfer dürfte die angeschlagene Psyche der Bieler Mannschaft auch dieses Jahr soweit auf Vordermann bringen, dass der Ligaerhalt realisiert werden dürfte.

Dass die Sicherheitsverantwortlichen aus Olten und Langenthal bereits Kerzen anzünden und Rosenkränze beten, dass Biel nicht absteigt, versteht sich von selber.