Duc's Blog

Eishockey ist in vielerlei Hinsicht eine attraktive Sportart. Nicht nur das Geschehen auf dem Eis, sondern auch das Umfeld, die Berichterstattung der Medien, die Fans, die Stimmung in den Stadien und die Problematik der Sicherheit rund um die Spiele sorgen für jede Menge Gesprächsstoff.

Ich schreibe in meinem Blog vorwiegend über den Schlittschuh Club Bern.

Daneben greife ich gerne auch Themen wie Verbandspolitik und das Schiedsrichter- und Verbandsgerichtswesen auf. Ebenfalls am Herzen liegen mir gesellschaftspolitische Aspekte, welche sich bei der Sicherheitsproblematik in und um die Stadien in zuweilen wenig erfreulicher Art und Weise manifestieren.

Sonntag, 4. September 2016

Saisonprognose Qualifikation 16/17

Wahnsinn, wie die Zeit vergeht! Eben sass ich noch an der wunderbaren Donau und blickte unter der Sommersonne auf die wunderbar verrückte letzte Saison und auf die bombastischsten SCB-Playoffs der neueren Geschichte und auf den 14. Meistertitel unseres SCB zurück.

Und jetzt, nur ein Wimpernschlag später merke ich, dass infolge des nahenden Saisonstartes bereits wieder gewaltig unter Schreibzwang stehe. Duc ohne Saisonprognose ist wie der SCB ohne Pluto. Wobei sich der Pluto diese Saison wohl etwas mehr Zuwanderung erhoffen dürfte, als unsere Volkspartei. Ausser Martin Plüss spielt die ominöse Saison zu viel und der Finne zeigt sich ähnlich beratungsresistent, wie jüngst der nordamerikanische Zauberlehrling.

Aber lassen wir das. Ich bin schreibtechnisch in Bezug auf Blogsprache etwas eingerostet. Ich habe zwar in letzter Zeit viel geschrieben, aber eher Sätze wie: «Aus Gründen des Datenschutzes sind die Punkte 6.1.2.3 – 6.1.2.5 strikte einzuhalten.»

Also eher schwerere Kost, weit weg von intuitivem Bauchgefühlgeschreibsel, welches von Leuten, die Mühe mit der Wahrheit haben, auch schon als Gartenhag Gefasel abgetan wurde.

Item, diese Saison dürfte für mich eine schwierige werden. Mir graut vor langweiligen Pflichtsiegen, vor solider Abwehr, starken Goalieparaden, Ausländern, welche die Erwartungen erfüllen, gesicherter Tabellenlage und fehlendem Meisterblues. Schlecht fürs Theater, ganz schlecht!

Macht euch auf die langweiligste SCB-Qualifikation des dritten Jahrtausends gefasst, liebe SCB Fans. Eine Qualifikation, in der man zwischendurch Luft nach oben spürt, aber immer gut genug sein wird, um den Schreiberlingen das grosse Theater zu vermiesen.

Ja, wir sind auf der Goalieposition so gut besetzt wie nie mehr seit Tosios Rücktritt, die Abwehr wird nur noch 120 Tore zulassen, nicht mehr 162 wie in der Vorsaison und bei der Torproduktion wir man die 152 aus der letzten Saison mindestens halten können. Kamerzin wird die Abwehr gut ergänzen und dabei intelligenter agieren als Helbling. Maxim Noreau wird zusammen mit dem noch stärker werdenden Ramon Untersander Eric Blum bei der Orchestrierung unseres Spieles aus der Abwehr unterstützen und die Unberechenbarkeit des SCB erhöhen.

Untersander war übrigens mein SCB Spieler der letzten Saison. Unsäglich der Dilettantismus unserer Nati, auf einen solchen Spieler zu verzichten!

Im Angriff trauere ich etwas Pascal Berger hinterher. Ein ewiger Kämpfer und Wadenbeisser, der sich auf die Playoffs hin immer zu steigern wusste. Vielleicht hat man beim SCB etwas zu viel erwartet von ihm. Ähnlich wie seinerzeit bei Froidevaux würde ich meinen. Gut für jedes Team, einen solchen Spieler in seinen Reihen zu haben!

Aber auch im Angriff haben wir, ähnlich wie Untersander in der Abwehr, einen grossen Aufsteiger. Luca Hischier. Auf ihn freue ich mich ganz besonders. Jung, schnell, physisch stark, ein gutes Auge für das Spiel und gefährlich im Abschluss. Er steht für einen neuen, jungen und spielstarken SCB.

Wir dürfen uns freuen auf ein neues Gesicht unseres SCB unter Kari Jalonen, dessen neue Herausforderung für den SCB es ist, dass es in den letzten 15 Jahren kein Schweizer Team geschafft hat, den Titel zu verteidigen.

Keine einfache Aufgabe, denn die Gegner haben auch nicht geschlafen. Der ZSC und Lugano sind noch einmal stärker geworden. Zug, Genf und Fribourg haben zumindest gehalten. Bei Davos muss man schauen, wie es mit den jungen Goalies laufen wird. Es wird wiederum eng werden. Die Hälfte der Mannschaften sind potentielle Finalteams. Der SCB ist eines von ihnen.

Wie geschrieben, das grosse Theater wird beim SCB diese Saison ausbleiben. Zumindest in der Qualifikation. Wer Theater will, sollte den EHC Biel auf dem Radar haben. Mit Hiller, neuem Stadion und höherem Budget werden die Erwartungen dort noch einmal höher sein und die Ernüchterung dann umso grösser.

Auch in Lausanne sehe ich Potential für Theater. Die Nordamerikanischen Geldgeber wollen Spektakel und Playoffs. Schwierig mit diesem Team.

Aber jetzt zum Würfelspiel. Denn wenn wir ehrlich sind ist eine fundierte Prognose in unserer Liga (zum Glück) nur sehr schwer möglich.

1.         ZSC Lions
2.         HC Lugano
3.         SCB
4.         EV Zug
5.         Genève-Servette HC
6.         HC Davos
7.         HC Fribourg-Gottéron
8.         EHC Kloten
9.         HC Lausanne
10.       EHC Biel
11.       SCL Tigers
12.       HC Ambri-Piotta

Schaun wir mal wie es herauskommt und freuen wir uns auf den Saisonstart gegen die SCL Tigers! J

Viel Spass und bis dann!

Mittwoch, 27. Juli 2016

Eine Saisonanalyse aus der Ferne

Eigentlich unglaublich. Da ordnete ich den SCB vor der Saison einer Gruppe zu, welche vom Mittelfeld bis in die Playoutzone reicht und prognostizierte gar die Playouts. Und was passiert? 
Der SCB wird Meister.
Sollte ich mich jetzt hinterfragen? Kreide fressen bis zum Durchfall und das Bloggen mangels Sachverstand und Gefühl für die Geschehnisse gar aufgeben?
Nein. Denn bis auf die Aussage, dass der SCB in dieser Saison nicht Meister werden würde, war meine Prognose in Bezug auf unsere Mannschaft in vielen Punkten richtig. Ich habe mich letztendlich lediglich um ein Tor verspekuliert. Und in der Trainerfrage lag ich jederzeit richtig. Sowohl bei Saisonstart, wie auch nach dem Trainerwechsel im Spätherbst.
Aber das Thema, so steht es im Titel, lautet eigentlich Saisonanalyse, nicht Erklärungen zur Saisonprognose.
Wer jetzt, nach dem Meistertitel eine Saisonanalyse mit Spielerbenotungen erwartet, wird enttäuscht sein. Oder sollte ich zum Beispiel Bodenmann für die Quali eine 2 und für die Playoffs eine 5 geben? 5+2=7:2 gleich 3.5? Oder dem SCB für die Quali eine 2 und für die Playoffs eine 6? Das gäbe dann eine 4 für das Ressort Sport für die Meistersaison.
Oder sollte ich es mit der Organisation als Ganzes versuchen?
Kommunikation: 3
Unterhaltung und Theater: 5
Personelles: 4
Fans: 4.5
Zuschaueraufmarsch: 5.5
Gastronomie: 4 (liebloser Schnellfood und veraltete Bierbecher)
Sport Qualifikation: 2
Sport Playoff: 6
______________________________________
Total: 4.25
Blödsinn, würde ich sagen. Zumal man noch eine 5.5 für das rührende Theater anlässlich der Chropfleerete vom 20. Januar in der PF Arena verteilen müsste. Als sich der CEO und die Winki Winki Fanfraktion schon fast filmreif eine Stunde lang gegenseitig ins Gilet grännte. Und einmal mehr versprach, am Trainer werde nicht gerüttelt, auch wenn es in die Abstiegsrunde gehe, worauf man Lars in der Natipause dann doch noch plutoisieren wollte.
Zum Glück hatte man, wohl aus Angst, auch den neu eingesetzten GM zum Einstieg in der Trainerfrage gleich einmal vor den Kopf zu stossen, dann doch auf diesen Plan verzichtet. Andernfalls, aber lassen wir das...
Der Titel dieses, zugegebenermassen sehr späten Blogs, könnte eigentlich auch heissen:
"SCB 2016 – Dank Pleiten Pech und Pannen zum 14. Meistertitel der Clubgeschichte."
Tönt gut, nicht wahr? 
Wisst ihr was? Die Saison war grandios! Die Qualifikation spannend bis zur zweitletzten Runde, gespickt mit allem, was den Sport ausmacht. Trotz kolossalen Niederlagen beste Unterhaltung an den Spielen. Zumindest nach dem Trainerwechsel. Theater ohne Ende, Plutoflüge von Trainer und GM, eine Playoffquali, die gefeiert wurde wie der Greenday zu Langnau. Das grosse Drama um Lars und zuletzt Playoffs, die einem wochenlangen Orgasmus gleichkamen. Spannung dass es weh tat.
Oh Hockeyherz, was willst du mehr!
Eine glatte 6 für diese Saison. Für den geilsten Playoff SCB des Jahrtausends.
Ich wünsche euch weiterhin einen wunderbaren Sommer.
Und Grüsse vom Donauufer bei Schlögen.

Samstag, 16. April 2016

Die vierzehn Meisterteams des SC Bern



1958/59: Torhüter: René Kiener, Ernst Beyeler. – Verteidiger: Kurt Nobs, Bruno Gerber, Alfred Lack, Beat Kuhn. – Stürmer: Rolg Diethelm, Peter Stammbach, Bruce Hamilton (Ka), Peter Schmidt, Paul Messerli, Hermann Käser, Jürg Marti. – Trainer: Ernst Wenger.

1964/65: Torhüter: René Kiener, Roland Buchser, René Sutter. – Verteidiger: Kurt Nobs, Werner Künzi, Res Künzi, Max Rüegg, Mario Pellegrini. – Stürmer: Rolf Diethelm, Peter Stammbach, Peter Zurbriggen, Beat Kuhn, Roger Schmidt, Peter Schmidt, Hans Zurbriggen, Paul Messerli, Max Müller, Walter Haemmig, Ulrich Ochsenbein, Roland Dellsperger. – Trainer: Ed Reigle (Ka).

1974/75: Torhüter: Jürg Jäggi, David Schiller. – Verteidiger: Ueli Hofmann, Beat Kaufmann, Hansruedi Baumgartner, Hugo Leuenberger, Paul Pfamatter, Pascal Nigg. – Stürmer: Renzo Holzer, Bruno Wittwer, Fritz Wyss, Urs Dolder, Jaroslav Krupicka, Roland Dellsperger, Herbert Messer, Paul-André Cadieux, Martial Racine, Bruno Zahnd, Riccardo Fuhrer, Claudio Zehnder. – Trainer: Paul-André Cadieux (Ka).

1976/77: Torhüter: Jürg Jäggi, Pierre-Yves Eisenring. – Verteidiger: Ueli Hofmann, Beat Kaufmann, Martial Racine, Hugo Leuenberger, Jean-Claude Locher, Pascal Nigg, Ladislav Benacka. – Stürmer: Paul-André Cadieux, Bruno Wittwer, Bruno Zahnd, Giovanni Conte, Serge Martel, Roland Dellsperger, Renzo Holzer, Riccardo Fuhrer, Fritz Wyss, Peter Ronner, Fredi Locher, Samuel Lappert, Rolf Mäusli, Jaroslav Krupicka, Urs Dolder. – Trainer: Paul-André Cadieux (Ka)

1978/79: Torhüter: Jürg Jäggi, Roland Gerber, Daniel Hirt. – Verteidiger: Ueli Hofmann, Beat Kaufmann, Jürg Bigler, Hugo Leuenberger, Ladislav Benacka, Andreas Gurtner. – Stürmer: Bruno Zahnd, Riccardo Fuhrer, Roland Dellsperger, Lauri Mononen, Bruno Wittwer, Renzo Holzer, Samuel Lappert, Serge Martel, Bernhard Wist, Peter Ronner, Jürg Schneeberger, Rolf Mäusli, Jarmo Koivunen, Fritz Wyss. – Trainer: Xaver Unsinn (De).

1988/89: Torhüter: Renato Tosio, Martin Studer. – Verteidiger: Reijo Ruotsalainen, Martin Rauch, Sven Leuenberger, Andreas Beutler, Daniel Rutschi, Remo Wyssen, André Künzi, Thomas Künzi. – Stürmer: Peter Bärtschi, Alan Haworth, Adrian Hotz, Robert Martin, Pietro Cunti, Reto Dekumbis, Roberto Triulzi, Bat Nuspliger, Patrick Howald, Romeo Mattioni, Peter Vondal, Thomas Maurer, Martin Bützberger. – Trainer: Bill Gilligan (USA).

1990/91: Torhüter: Renato Tosio, Matthias Maurer. – Verteidiger: Reijo Ruotsalainen, Andreas Beutler, Thomas Künzi, Urs Hirschi, Sven leuenberger, Martin Rauch, Daniel Rutschi. – Stürmer: Pietro Cunti, Thomas Vrabec, Roberto Triulzi, Gregor Horak, Alan haworth, Patrick Howald, Marco Hagmann, Gil Montandon, Peter Bärtschi, Bernhard Schümperli, Thomas Burillo, Markus Hirschi, Dale Krentz, Viktor Kormann. – Trainer: Bill Gilligan (Ka).

1991/92: Torhüter: Renato Tosio, Martin Bühler. – Verteidiger: Raoul Baumgartner, Andreas Beutler, Jean-Michel Clavien, Thomas Künzi, Sven Leuenberger, Martin Rauch, Reijo Ruotsalainen, Daniel Rutschi. – Stürmer: Peter Bärtschi, Thomas Burillo, Marco Hagmann, Alan Haworth, Patrick Howald, Markus Hirschi, Gregor Horak, Gil Montandon, Harry Rogenmoser, Bernhard Schümperli, Roberto Triulzi, Thomas Vrabec, Jiri lala. – Trainer: Bill Gilligan (USA)

1996/97: Torhüter: Renato Tosio, Alex Reinhard. – Verteidiger: Timo Jutila, Christian Langer, Sven Leuenberger, Martin Rauch, Marco Schüpbach, Ville Sirén, Martin Steinegger, Gaétan Voisard, Markus von Allmen. – Stürmer: René Friedli, Régis Fuchs, Patrick Howald, Vincent Léchenne, Lars Leuenberger, Daniel Marois, Trevor Meier, Gil Montandon, Stefan Moser, Michel Mouther, Gaetano Orlando, Thierry Paterlini, Roberto Triulzi, Bruno Zarillo. – Trainer: Brian Lefley (Ka).

2003/2004: Torhüter: Torhüter: Marco Bührer, Marc Eichmann. – Verteidiger: Philippe Furrer, Marc Gautschi, Beat Gerber, David Jobin, Sylvain Lefebvre, Marc Leuenberger, Dominic Meier, Waleri Schirjajew, Martin Steinegger, Rolf Ziegler. – Stürmer: Sébastien Bordeleau, Cédric Botter, Alex Chatelain, Luca Cereda, Christian Dubé, Vjeran Ivankovic, Patrik Juhlin, Marco Käser, Caryl Neuenschwander, André Rötheli, Ivo Rüthemann, Yves Sarault, Rolf Schrepfer, Stefan Tschannen, Marc Weber, Philippe Wetzel, Thomas Ziegler. – Trainer: Kent Ruhnke (Ka).

2009/2010: Torhüter: Marco Bührer, Olivier Gigon. – Verteidiger: Beat Gerber, Martin Stettler, Dominic Meier, Philippe Furrer, David Jobin, Travis Roche, Philipp Rytz, Roman Josi, Andreas Hänni, Kevin Fey. – Stürmer: Simon Gamache, Jean-Pierre Vigier, Daniel Meier, Etienne Froidevaux, Caryl Neuenschwander, Trevor Meier, Marc Reichert, Martin Plüss, Ivo Rüthemann, Thomas Ziegler, Alex Chatelain, Pascal Berger, Christian Dubé, Tristan Scherwey, Lee Goren, Brett McLean, Roland Gerber. – Trainer: Larry Huras (Ka).

2012/2013: Torhüter: Marco Bührer, Olivier Gigon. - Verteidiger: Beat Heldstab, Geoff Kinrade, Andreas Hänni, Martin Höhener, Beat Gerber, Travis Roche, Philippe Furrer, David Jobin, Franco Collenberg, Roman Josi, Mark Streit. - Stürmer: Byron Ritchie, Martin Plüss, Flurin Randegger, Ryan Gardner, Jeff Campbell, Petr Sykora, Alain Berger, Pascal Berger, Joel Vermin, Caryl Neuenschwander, Christoph Bertschy, Michael Loichat, Daniel Rubin, Tristan Scherwey, Kevin Lötscher, Jaroslav Bednar, Ivo Rüthemann, John Tavares. - Trainer: Antti Törmänen. (Fi)

2015/2016: Torhüter: Jakub Stephanek, Marco Bührer, Janik Schwendener. - Verteidiger: Beat Gerber, Eric Blum, David Jobin, Timo Helbling, Samuel Kreis, Mikko Kousa, Flurin Randegger, Justin Krüger, Ramon Untersander, Gian-Andrea Randegger, Sandro Wiedmer. - Stürmer: Alain Berger, Sean Bergenheim, Simon Bodenmann, Pascal Berger, Andrew Ebbett, Cory Conacher, Chuck Kobasew, Luca Hischier, Nico Hischier, Marco Müller, Simon Moser, Martin Plüss, Martin Ness, Derek Roy, Marc Reichert, Tristan Scherwey, Thomas Rüfenacht, Trevor Smith. - Trainer: Lars Leuenberger (CH)