Der SCB mit dem 1:2 Sieg nach Verlängerung im Auswärtsspiel gegen die um die Playoffs kämpfenden Genfer ansprechend in die kurze letzte Phase der Qualifikation gestartet. Die Zeit der Polemik ist vorbei. Was zählt ist nur noch das Finden des Playoffschalters.
«Würde der SCB sporttechnisch von Leuenberger so gut gemanagt wie im kommerziellen Bereich von Lüthi, dann würden die Berner zwei von drei Meisterschaften gewinnen und zusammen mit dem HCD die NLA nach Belieben dominieren», war neulich vom Papst zu lesen.
Martin Höhener habe sich längst als Flop erwiesen, schreibt Zaugg weiter. Wie er allerdings zu dieser Beurteilung kommt, ist mir schleierhaft. Gerade über Höhener wurde wenig geschrieben und gesprochen, was für einen Verteidiger kein schlechtes Omen ist. Ich für meinen Teil bin jedenfalls mit Martin Höhener durchaus zufrieden und das ewige Gestänker gegen Sven Leuenberger scheint mir nicht mehr als gesuchte Polemik mangelns gescheiterer Themen zu sein.
Ein Team kann nicht nur aus Schlüsselspielern bestehen. Es braucht auch Rollenspieler und Ergänzungsspieler für die Tiefe und Breite. Gewiss, einen Simon Moser hätte ich auch gerne beim SCB gesehen. Er hat sich aber gegen sämtliche Angebote entschieden und ist in Langnau geblieben. Wohl kaum wegen Sven Leuenberger.
Auch einen Top- Verteidiger mit Schweizer Pass könnten wir gut gebrauchen. Patrick Von Gunten wollte aber offensichtlich zurück zu den Flyers. Wohl kaum wegen Sven Leuenberger.
Die Transfers von Flurin Randegger und Franco Collenberg dienen der Tiefe des Kaders. Beides sind Spieler, die durchaus noch über Entwicklungspotential verfügen. Daneben verfügen wir mit Thomas Déruns, Ivo Rüthemann, Martin Plüss, Pascal Berger, Ryan Gardner, Joel Vermin, Daniel Rubin, Philippe Furrer, David Jobin und Beat Gerber über genügend Schweizer Power, um darum herum eine starke Mannschaft mit Ambitionen zu bauen.
Schon fast lächerlich ist die Kritik, der SCB könne sich nur dank den hervorragenden Leistungen der Perlen über Wasser halten. Solches Geschwafel ist gelinde gesagt absurd. Gerade dank einem umsichtigen und gescheiten «sporttechnischen Management» war es nämlich überhaupt möglich, dass die Jungen beim SCB eine derart wichtige Rolle spielen können. An dieser Stelle muss auch erwähnt werden, dass unsere kritisierten Schlüsselspieler einen nicht unwesentlichen Anteil an der erfreulichen Entwicklung der Jungspieler haben dürften.
Eine gute Ausländerpolitik vorausgesetzt, können wir uns auf nächste Saison freuen. Transfermässig wird man Martin Plüss ersetzen und weiterhin nach guten Schweizer Verteidigern Ausschau halten müssen. Grund für Polemik sehe ich in dieser Beziehung keine.
Besonders nicht jetzt, kurz vor den Playoffs. Der SCB befindet sich nämlich, vorausgesetzt man holt mindestens den 4. Qualirang und findet den Playoffschalter, in einer hervorragenden Ausgangslage. Gut möglich, dass den Giftspritzen der Schuss letztendlich nach hinten hinausgehen wird.
Das Dienstagsspiel gegen Genf war ganz ok. Wenn man bedenkt, dass für McSorleys Truppe längst jedes Spiel einer existentiellen Playoffpartie gleicht, hat sich der SCB ordentlich geschlagen. Für meinen Geschmack war man zwar noch etwas schmalbrüstig und ging zuweilen gar sorglos um mit der Scheibe. Auch dass man in der zweiten Spielhälfte etwas gar passiv agierte und sich von den Genfern in die Abwehr zurückdrängen lassen musste, hat mir nicht eben gefallen. Aber letztendlich hat man zwei wunderbare Tore geschossen, zwei Punkte gewonnen und eine durchaus attraktive Partie gespielt.
Am Samstag kann man auf dieser Leistung aufbauen und weiter an der Stabilität arbeiten. Playoffform lautet das Ziel. In diesem Sinne ist die Zeit der Polemik vorbei. Was war ist vorbei und spielt keine Rolle mehr und was nächste Saison kommen wird, hat Zeit bis nach den Playoffs.
Duc's Blog
Freitag, 17. Februar 2012
Dienstag, 14. Februar 2012
Der Start zum Schlussspurt für die Playoffform
Heute beginnt gegen die um den letzten Playoffplatz kämpfenden Genfer der Schlussspurt der Qualifikation 11/12. Bleibt zu hoffen, dass der SCB den vor der Natipause begonnenen Aufwärtstrend weiterziehen kann.
Die Sache ist einigermassen verzwickt. Einerseits würde ich den Genfern heute 3 Punkte von Herzen gönnen. Schliesslich haben wir den Graustädtern diese Saison zu viele Punkte verschenkt und es wäre daher nichts als recht, wenn wir der Gerechtigkeit halber den Genfern etwas unter die Arme greifen würden. Wer will schon Biel in den Playoffs?
Andererseits wäre es mit vier Siegen noch möglich, auf den dritten Platz vorzustossen. Ob dritter oder vierter dürfte allerdings einigermassen egal sein. Wichtig wird sein, dass man in den letzten vier Spielen mit Leidenschaft und Kompaktheit agiert und den Playoffrhythmus erreicht. Man muss das tun, was man während der Qualifikation nicht geschafft hat: Von drei Spielen zwei zu gewinnen.
«I 5 wuche hett bern ke trainer meh», schrieb neulich der ewige Schwarzmaler auf dem Facebook-Chat. In einem Monat beginne eine lange Sommerpause, fabulierte er wenig optimistisch weiter.
Patrick Von Gunten könne es ja seiner Angebeteten nicht zumuten, beim SCB zu spielen, war heute in den Medien zu lesen. Wohl in Anlehnung an diese Begebenheit platzierte der Schwarzmaler noch einen veritablen Brüller:
«einer für marc... Ein Geizhals ist einer, der wie ein Bettler lebt, aus Angst, einer zu werden.»
Nicht dass ich das auch so sehen würde. Schweizer Spieler unter Einsatz des Tafelsilbers nach Bern zu lotsen, scheint mir nämlich wenig sinnvoll. Aber sich Gedanken darüber machen, warum es abermals nicht gelingt, dringend benötigtes Verteidigerpotential auf Natiniveau nach Bern zu lotsen, darf man natürlich schon.
Sei es wie es wolle. Die Genfer haben sich das Ziel gesetzt, aus den zwei Spielen gegen den SCB mindestens drei Punkte zu holen. Dass sie in ihrer Situation im heutigen Heimspiel alles daran setzen werden, das Spiel zu gewinnen, dürfte klar sein. Man darf also eine ganz enge Kiste mit Playoffintensität erwarten.
Beim SCB dürfte heute wieder Travis Roche, anstelle von Jean-Pierre Vigier zum Einsatz kommen. Auch daneben kann Antti Törmänen aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Johann Morant dürften nämlich alle Spieler einsatzbereit sein.
Mehr weiss ich im Moment nicht zu berichten, hat sich doch bei mir eine gewisse Vorplayoff-Lethargie eingeschlichen. Irgendwie gefällt mir, vorausgesetzt der SCB bestätigt in den nächsten Spielen den Aufwärtstrend, unsere Ausgangslage. Andere wurden unter ähnlichen Voraussetzungen schon Meister und gerade wir haben immer wieder fabuliert, es wäre besser eine schwierige Saison zu haben, als im Spargang die Qualifikation zu gewinnen, um dann in den Playoffs nicht bereit zu sein.
Die Sache ist einigermassen verzwickt. Einerseits würde ich den Genfern heute 3 Punkte von Herzen gönnen. Schliesslich haben wir den Graustädtern diese Saison zu viele Punkte verschenkt und es wäre daher nichts als recht, wenn wir der Gerechtigkeit halber den Genfern etwas unter die Arme greifen würden. Wer will schon Biel in den Playoffs?
Andererseits wäre es mit vier Siegen noch möglich, auf den dritten Platz vorzustossen. Ob dritter oder vierter dürfte allerdings einigermassen egal sein. Wichtig wird sein, dass man in den letzten vier Spielen mit Leidenschaft und Kompaktheit agiert und den Playoffrhythmus erreicht. Man muss das tun, was man während der Qualifikation nicht geschafft hat: Von drei Spielen zwei zu gewinnen.
«I 5 wuche hett bern ke trainer meh», schrieb neulich der ewige Schwarzmaler auf dem Facebook-Chat. In einem Monat beginne eine lange Sommerpause, fabulierte er wenig optimistisch weiter.
Patrick Von Gunten könne es ja seiner Angebeteten nicht zumuten, beim SCB zu spielen, war heute in den Medien zu lesen. Wohl in Anlehnung an diese Begebenheit platzierte der Schwarzmaler noch einen veritablen Brüller:
«einer für marc... Ein Geizhals ist einer, der wie ein Bettler lebt, aus Angst, einer zu werden.»
Nicht dass ich das auch so sehen würde. Schweizer Spieler unter Einsatz des Tafelsilbers nach Bern zu lotsen, scheint mir nämlich wenig sinnvoll. Aber sich Gedanken darüber machen, warum es abermals nicht gelingt, dringend benötigtes Verteidigerpotential auf Natiniveau nach Bern zu lotsen, darf man natürlich schon.
Sei es wie es wolle. Die Genfer haben sich das Ziel gesetzt, aus den zwei Spielen gegen den SCB mindestens drei Punkte zu holen. Dass sie in ihrer Situation im heutigen Heimspiel alles daran setzen werden, das Spiel zu gewinnen, dürfte klar sein. Man darf also eine ganz enge Kiste mit Playoffintensität erwarten.
Beim SCB dürfte heute wieder Travis Roche, anstelle von Jean-Pierre Vigier zum Einsatz kommen. Auch daneben kann Antti Törmänen aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Johann Morant dürften nämlich alle Spieler einsatzbereit sein.
Mehr weiss ich im Moment nicht zu berichten, hat sich doch bei mir eine gewisse Vorplayoff-Lethargie eingeschlichen. Irgendwie gefällt mir, vorausgesetzt der SCB bestätigt in den nächsten Spielen den Aufwärtstrend, unsere Ausgangslage. Andere wurden unter ähnlichen Voraussetzungen schon Meister und gerade wir haben immer wieder fabuliert, es wäre besser eine schwierige Saison zu haben, als im Spargang die Qualifikation zu gewinnen, um dann in den Playoffs nicht bereit zu sein.
Sonntag, 12. Februar 2012
Von langweiliger Ruhe vor dem Sturm
Die letzten Tage waren eher langweilig. Die Nati knorzt immer noch ihren besten Tagen hinterher, beim SCB herrscht konzentrierte Ruhe und selbst Klaus Zaugg fehlt es an Stoff für eine heitere Polemik. Es herrscht die Ruhe vor dem Sturm.
Auch bei mir. Zurzeit interessieren mich weder die Aufstellung im Jahr 2020, noch das Kader der nächsten Saison, noch die Helvetics oder sonst was. Lediglich freudige Erwartung für den Playoffstart am 1. März beginnt sich breitzumachen. Das dauert halt noch etwas, aber ich versuche mich jetzt trotzdem mit einem Blog.
Genf, Genf, Lugano und Ambri heissen die letzten vier Gegner des SCB der Qualifikation 11/12. Vier Spiele, um den Aufwärtstrend der letzten Partien zu bestätigen, Selbstvertrauen zu tanken und den ominösen Playoffschalter zu finden.
83 Punkte wurden in den bisher absolvierten 46 Spielen eingespielt, was 1,8 Punkte pro Spiel ergibt. Eine eher bescheidene Ausbeute, wollte man doch 2/3 der Punkte gewinnen. In den 17 Spielen der Ära Huras gewann man 1,82 Punkte pro Spiel, in den 29 Spielen unter Antti Törmänen deren 1,79.
Ohne die himmeltraurigen Spiele im Dezember und Januar würde der SCB trotz dem Abgang des ach so unwiderstehlichen Porzellengretzkys um den Qualisieg kämpfen. Aber statt stetig zu punkten brauchte man Zeit, um sich systemmässig von Huras über Hühnerhaufen zu Larrymänen zu entwickeln. Was die ganze Marketingübung sportlich gebracht hat, werden wir erst nach den Playoffs einigermassen schlüssig sagen können.
Scheiden wir im Viertelfinale aus, war die Übung ein sich finanziell rechnender Schwanzbeisser. Erreichen wir das Halbfinale, ist die Bilanz ausgeglichen und das Trainerentlassungstheater wird uns im kommenden Herbst wieder einholen. Erreichen wir aber das Finale, dürfte sich die Sache, zumindest für diese Saison, auch sportlich gelohnt haben.
Das mit dem Finale ist natürlich nicht unmöglich, auch wenn mir beim SCB zurzeit etwas die spielerischen Eigenschaften fehlen, auf die man solche Träumereien begründen könnte. Gewiss, Kaderbreite und Tiefe, die Mischung aus alten und jungen Spielern, aus Häuptlingen und Indianern, Künstlern und Arbeitern ist nahezu optimal. Besser noch als bei Fribourg, Zug, Kloten und Davos. Ausserdem verfügen wir über die besten Jungperlen der Liga. Mit Abstand.
Was uns aber in unserer braven Musterprofitruppe fehlt, sind die kotzbrockigen Arschlöcher für den Dampfkochtopf der Emotionen. Was uns ebenfalls fehlt, ist das ungebrochene, an Arroganz grenzende Selbstvertrauen, welches sich nur aus Systemtreue und Konstanz in der Qualifikation gewinnen lässt. Trotzdem ist gerade aus der Position des ambitionierten Aussenseiters vieles möglich. Der SCB konnte sich zuletzt selber aus einer veritablen Krise arbeiten. Das stärkt den Teamgeist und die Zuversicht.
In den letzten vier Partien wird es jetzt noch darum gehen, den vierten Platz und damit den Heimvorteil im Viertelfinale zu sichern und Selbstvertrauen zu tanken. Die Flyers haben 3 Punkte Rückstand und spielen Zuhause noch gegen Rappi und Fribourg und auswärts gegen Genf und Rappi. Wir sind also noch nicht durch und dürften für den sicheren 4. Rang noch 3 Siege brauchen.
Für unsere Spieler wünsche ich mir, dass sie jeden Abend vor dem Einschlafen das Gefühl abzurufen versuchen, welches sie verspüren, wenn sie ihr bestes Eishockey spielen. Diesen Schub an positiven Emotionen in die Kabine zu bringen muss das Ziel aller sein. Wenn das gelingt, werden wir für die Playoffs gerüstet sein.
Daneben war die vergangene Woche hockeymässig eher langweilig. Die Nationalmannschaft ist immer noch auf der Suche nach dem Schlüssel, um an die Ära Krüger anzuknüpfen. Es zeigt sich immer mehr was viele von uns schon immer gesagt haben: Ralph Krüger hat aus der Nationalmannschaft das Optimum herausgeholt und seine Nachfolger werden sich noch lange an ihm messen lassen müssen.
Der Papst hat auch wieder einmal den Vogel abgeschossen mit seiner Bemerkung, dass man Sven Leuenberger zum Teufel jagen müsse, sollte Patrick von Gunten bei den Kloten Flyers unterschreiben. Wie wenn von Gunten seine Karriere rund um den amtierenden Sportchef des SCB planen würde. Wenn er unbedingt zu den Flyers zurückkehren will, dann soll er das um Gottes Willen tun. Oder sollte der SCB deswegen ebenfalls eine Kapitalerhöhung von 2 Mio. beschliessen?
Immerhin haben die Flyers mit dem Bonsai-Lüthi vom Teleclub einen durchaus passablen Nachfolger für Jürg Bircher gefunden. Auch die Gastronomierechte in der Kolping Arena sollen zukünftig an die Flyers gehen. Alles in allem gute Nachrichten für unseren potentiellen Playoffgegener. Auch wenn auf dem Platz Zürich grundsätzlich genügend Kohle vorhanden ist, um die Flyers am Leben zu halten, dürften diese positiven Nachrichten den in letzter Zeit etwas kriselnden Flyers gerade noch rechtzeitig vor den Playoffs den erwünschten Schub bringen.
Auch über Kevin Lötscher wurde wieder einmal berichtet. Er mätschle mit den SCB Oldies und trainiere zweimal die Woche mit den Elite-Junioren. Allerdings habe Kevin immer noch Mühe, verschiedene Aktionen aneinander zu reihen. Laufen, passen und Puckannahme funktioniert zwar gut, das Erkennen der Spielsituationen ist aber noch mangelhaft, was zu einem Zeitverzug in den Aktionen führt. «Daran muss er noch hart arbeiten», sagt Sven Leuenberger.
Kevin Lötscher gesteht, dass er sich die Sache einfacher vorgestellt hat. Er will sich aber der Situation stellen und weiterkämpfen, um dereinst seinen Traum, eines Tages wieder spielen zu können, zu verwirklichen.
Auf diesem Weg wünsche ich ihm weiterhin viel Kraft und Zuversicht, um das erforderliche medizinische Wunder zu schaffen.
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